Wählen Sie Ihr Land :.
home:: KONTROLLRAT DOCa RIOJA:: Gesetzgebung:: Vorschriften des Kontrollrats

Gesetzgebung

Nachrichten

Rioja sagt Ja zu Einzellagen und Schaumwein

2017
09 Juni

Die DOCa Rioja modifiziert ihr Reglement:

Einzellagen-Weine und Schaumweine werden eingeführt

 

Mit ihrem speziellen Strategieplan 2005 bis 2020 will die Rioja ihre Leader-Position als spanische Qualitäts-Weinregion stärken. Ein erster Meilenstein war die Überarbeitung des Reglements in Bezug auf die Kategorien Reservas und Gran Reservas. So wird ab dem 1. Januar 2019 eine minimale Flaschen- reife für die Kategorie Reserva vorgeschrieben sein, gleichzeitig gewährt die neue Regelung mehr Flexibilität bezüglich der Flaschenreife der Gran Reservas. Zudem wird es künftig möglich sein, auch sortenreine Weissweine aus allen zugelassenen weissen Sorten als Reservas oder Gran Reservas auf den Markt zu bringen. Diese Massnahmen sollen die Qualitätsbemühungen stärken  und das Reglement vermehrt an die Anforderungen des Marktes anpassen.

 

 

Neu: Lagenbezeichnungen auf dem Rücketikett

Ein zweiter Meilenstein wird nun mit der neuen Kategorie «Weine aus Einzellagen» realisiert. Der Markt fordert  seit  langem  präzisere  Bezeichnungen  für  Weine,  die  aus  ganz  konkreten  Lagen  stammen. Vorreiter dieser Entwicklung sind Produzenten, die bereits Lagenweine auf dem Markt haben. Aber auch Opinion Leader und Konsumenten wünschen sich diesbezügliche Informationen auf dem Etikett.

 

Neu wird es deshalb möglich sein, genaue Lagenbezeichnungen auf dem Garantiesiegel (Rücketikett) der bereits bestehenden Kategorien (Joven, Crianza, Reserva und Gran Reserva) aufzuführen. Diese bisheri- gen Klassifikationen bleiben bestehen. Mit diesem neuen, direkten Bezug zum Terroir widerspiegelt die Ursprungsbezeichnung die grosse Diversität der Rioja-Weine.

 

Um die neuen Lagenbezeichnungen nutzen zu können, müssen die Kellereien konkrete Anforderungen des Kontrollrates erfüllen. So ist es beispielsweise erforderlich, dass die betreffenden Einzellagen natür- liche, nachvollziehbare Grenzen aufweisen. Das minimale Durchschnittsalter der betreffenden Reben wurde mit 35 Jahren festgelegt. Und die Erträge müssen 20 Prozent unter den gesetzlich vorgeschriebe- nen Maximalmengen liegen. Zudem ist nur die Lese von Hand zugelassen. Alle Weine werden einer doppelten Qualitätskontrolle unterzogen, die erste findet zu Beginn des Zertifizierungsprozesses statt, die zweite unmittelbar bevor die Weine auf den Markt kommen. In einem zweiten Schritt arbeitet der Kontrollrat nun an einem Regelwerk, dass die Nennung von Subregionen und Gemeinden auf erlaubt. Auch hier ist das Ziel, den Konsumenten exaktere Informationen über die Weine zu vermitteln.

 

 

Neu: Schaumweine

Eine weitere wichtige Neuerung betrifft qualitativ hochwertige Weiss- und Rosé-Schaumweine, die neu ebenfalls das Rioja-Garantiesiegel tragen dürfen. Damit wird die Rioja-Palette, die bisher Weiss-, Rosé- und Rotweine umfasste, um eine vierte, prestigeträchtige Kategorie erweitert. Die betreffenden Schaumweine müssen alle nach dem traditionellen Verfahren produziert werden, wonach die zweite Gärung in der Flasche stattfinden muss. Die Schaumweine werden vor ihrer Markteinführung ebenfalls zweifach, nämlich analytisch als auch sensorisch, geprüft. Für Basisprodukte ist ein Ausbau auf der Hefe von mindestens 15 Monaten vorgesehen, Spitzenprodukte müssen gar 36 Monate auf der Hefe reifen. Damit wird der Qualitätsanspruch bezüglich dieser neuen Kategorie unterstrichen.

 

Kontakt und Infos:

Rioja Marketing- und Kommunikationsbüro Schweiz

c/o mettler vaterlaus gmbh / Vischer, Merkt & Partner AG Limmattalstrasse 206, CH-8049 Zürich

Phone +41 43 244 70 60 rioja@mettlervaterlaus.ch, www.riojawine.com